Meine Mastjahr-Frühlingshölle und mein Begleiter aus Kindertagen.

5. Mai 2018 — Hinterlasse einen Kommentar


Zur Zeit bin ich ein Quabbelwabbel, mein Gesicht ist innerlich zugeschwollen und aufgedunsen. Der Heuschnupfen, der mich schon ewig behelligt, gibt alles und damals brachte er auch direkt seine Kumpels mit: Die Neurodermitis, Allergien gegen Gott und die Welt, Asthma und Dyshidrosis (kleine Wasserbläschen zwischen den Fingern). Ich habe alles versucht, um diese Seuchen loszuwerden und durch diverse Therapien konnte ich sie stark verbessern oder sogar eliminieren (z.B. Hyposensibilisierungen, Eigenblut-Behandlungen, Ausleitungen, Bio-Resonanz-Therapien, usw. usw.). Auch die Schwangerschaften haben zu einer positiven Veränderung der Allergie-Intensität beigetragen, aber dieser Heuschnupfen macht mich dieses Jahr mal wieder fertig! Zu gut erinnere ich mich an blutig gekratzte Kniekehlen und Armbeugen, an Atemnot, an verschorfte Hände, weil ich die Bläschen aufgekniept hatte; alles sehr unerfreulich. Ich hatte immer Angst davor, das an meine Muckligen weiter zu vererben, aber bisher sind sie verschont, toi toi toi. Daran ist ja auch Herr Lampenhügel maßgeblich beteiligt, der glücklicherweise genau nichts von alldem hat(te). 

Dieses Jahr ist ein sog. Mastjahr. In einem Mastjahr setzen manche Baumarten massenhaft Blüten frei, mehr als sonst. Dieser wunderbare Frühling ist also extrem furchtbar für mich, weil ich leider so ziemlich auf alles allergisch reagiere. Ich bin quasi seit Wochen krank und dadurch sehr eingeschränkt. Heuschnupfen – das ist ja nur ein Schnupfen – oh nein. Ständiges Niesen – kann so erschöpfend sein…, früher konnte ich öfter nicht aus meinen Augen gucken, weil sie so zugeschwollen waren, und immer noch und wieder läuft mir abwechselnd flüssiger Wasserschnupfen aus der wunden Nase oder eine zähflüssige, dickschleimige… Gehirnmasse! (Hoffentlich bleibt davon noch etwas übrig). Nebenhöhlen und Stirnhöhlen sind vorübergehend wegen Verquellness geschlossen – innerlich drohe ich zu zerplatzen. Das ist mein Dauerzustand seit ca. 4 Wochen Blütezeit – und das geht ja nicht vorüber, wie z.B. bei einer Erkältungskrankheit – nee, der Heuschnupfen bleibt für länger! Das schlimmste daran ist die zugequollene Nase. Ich bekomme keinen Hauch von Luft dadurch und das macht mich irre. Sie ist nicht nur einfach verstopft – damit lebe ich ja, seitdem ich denken kann – nein, sie ist so übermäßig von innen angeschwollen, dass das Schwell-Gewebe gefühlt in die Augenhöhlen ausweicht, weil da unten ja schon alles zugeschwollen ist – es macht mich wahnsinnig! Ich fühle mich gefangen in meinem eigenen Gesichtskopf; diesem Quabbelwabbel, und das ist kaum auszuhalten!

Daher MUSS ich täglich Nasentropfen benutzen. Ohne die würde ich durchdrehen. Hat jemand schon mal versucht, mit einer Wäscheklammer auf der dichtgemachten Nase zu essen? Oder länger zu sprechen? Oder zu schlafen? Der ganze Kopf vom Kinn über die Ohren bis zur Stirn dicht? Oh. Ich denke oft, dass, wenn mich jetzt jemand entführen und mir den Mund verbinden würde, dass ich dann innerhalb von Minuten tot wäre. Gut, dass das voraussichtlich nicht passieren wird.

Gestern war ich schon vormittags wieder so erschöpft, dass ich mein Vorhaben, Laufen zu gehen, ad acta gelegt hatte. Dann bot sich mir aber doch die günstige Gelegenheit, da Herr Lampenhügel unverhofft auf die Kinder aufpassen konnte. Und da ich das Laufen liebte (und brauchte), bevor ich die Kinder bekam, dachte ich mir: „Scheiß auf den Drecks-Heuschnupfen“ – ich mache jetzt etwas für mich und biete ihm die Stirn! Also lief ich los, schnaufend und wütend über all diesen unsinnigen Mist, den mein Körper da verzapft! Seit ca. 6 Wochen trainiere ich 1-2 Mal pro Woche und bemerke inzwischen deutliche Verbesserungen meiner Kondition. Meine Erschöpftheit schwand auch bei diesem Lauf und ich spürte diesen inneren Motor, der mich weiter trieb und weiter. Knappe 50 Minuten lief ich durch den Wald. Die Sonne schien und ich suchte mir Wege, auf denen niemand sonst unterwegs war; eine herrliche Einsamkeit! Und peu à peu schwoll mein Gesicht ab. Ich konnte durchatmen, knack – auch die Ohren wurden frei, und das, obwohl ich mich inmitten all dieser (eigentlich harmlosen) Erreger befand! Verrückt. Danach fühlte ich mich viel stärker, stolz, mich überwunden zu haben und gewappnet für den nächsten Niesanfall. Und der kam. Aber für diesen Moment war ich  frei.

Jetzt bete ich für Regen und gehe bald wieder Laufen. Meine verehrte Frau Confuß hat es übrigens einige Jahre lang geschafft dem Heuschnupfen durch positives „Aura-Denken“ zu entkreuchen – lest doch mal hier: Heuschnupfen. Das nehme ich mir für’s nächste Jahr auch vor!

Und jetzt recherchiere ich mal NACKTkatzen; ich will den Kindern doch ein Haustier ermöglichen, ohne, dass ich täglich zu ersticken drohe! Schildkröten sind einfach… zu sehr Fisch.

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