Rosa war mal Jungensache-das historische ‚kleine Rot‘ für den Mann. Ein rundum-Genderumschlag.

Jungs haben Puppen? Klar haben sie. Der Muck jedenfalls hat jetzt seine eigene Dudu. Keine ausgeliehene Puppe von der großen Schwester, keine geerbte – nein. Seine Dudu! Kennengelernt hat er Dudu bei der Tagesmutter. Da darf er immer mit Dudu einschlafen und daher wollten wir ihm die Freude machen, Dudu auch ‚zu uns nach Hause zu holen‘. Zielstrebig suchte er sich im Geschäft die gleiche dunkelhäutige und mit dem rosa-weißen Leibchen bekleidete Puppe aus. Seitdem schläft er mit Dudu ein. Ein kleiner geschichtlicher Ausflug in die Farben- und Geschlechterlehre.

Puppen sind Mädchenkram, denkt man doch. Jungs dürfen eher keine haben; genau so, wie sie besser keinen Nagellack ausprobieren oder Spängchen im Haar tragen sollten, nicht wahr? Wenn der Muck mal mit ein oder zwei rosafarbenen Fingernägeln beim Bäcker aufläuft, dann entlockt das manch Unbekannten schnell mal eine Bemerkung. Wenn Abbi allerdings mit einem Bagger herumläuft, juckt das die Leute gar nicht. Es fällt also viel eher auf, wenn Jungs Sachen machen oder Klamotten tragen, die nicht den allgemein gültigen Vorstellungen eines echten Kerls entsprechen, als wenn Mädchen ‚burschikos‘ sind. Wahnsinn; was das über die Gesellschaft aus? Die Jungs werden wohl ‚verweichlicht‘ oder es wird gefragt, ‚ob es ihm denn so jut tut?‘ (Achtung, kein Einzelfall!). Aber wer schreibt eigentlich vor, dass Jungs das und das dürfen und das und das nicht – und bei Mädchen genau so?

Die Frage nach der Gendersache beschäftigt uns immer wieder, weil es von außen hereindrängt und man sich der Frage kaum entziehen kann. Ich finde es total normal, dass meine Kinder alles ausprobieren wollen. Ist doch klar, dass er auch eine rosafarbene Kette tragen will, wenn seine große Schwester so ein funkelndes Ding trägt?!
Interessant ist auch die Frage, in wieweit die Kinder von uns Eltern beeinflusst werden; bewusst und auch unbewusst. Und wer außer uns sie noch beeinflusst? Die Tante in der Bücherei oder hinter der Käsetheke? Die Großeltern und Erzieherinnen in der Betreuung? Ja nicht nur zu hause, auch anderswo werden Verhaltensweisen von den Kindern gesehen; als solche erkannt und nachgeahmt. Oder sind unsere Vorlieben schon alle in uns drin, in unseren Genen und werden gar nicht anerzogen? Fragen, Fragen.

Ich gehe zurück in meine Kindheit:
Ich selbst war als Kind kein stereotypisches Mädchen; ich hatte kurze Haare und wollte ganz pragmatisch lieber ein Junge sein; die hatten es leichter, dachte ich immer. Zugegeben hatte ich auch Penisneid; darüber habe ich HIER schon einmal geschrieben. Trotzdem empfand ich mich als ganz normal! Ich hatte auch wenig typische Mädchensachen: Keine Barbies, Puppenhäuser waren mir zu rosa; bei mir gab’s Crash-Autos, Action Figuren von den Nachbarjungs, und ich konnte Einrad fahren. Meistens spielte ich eh draußen; da wäre der Penis wirklich von Vorteil gewesen (das ewige ins Gras hocken war nicht so dolle). Trotz meiner damaligen Jungs-Affinität bin ich aber zu einem recht possierlichen Mütterchen geworden, finde ich. Ich sehe daher keine Veranlassung, meine Kinder in diese Mädchen-Jungs-Sache hineinzudrängen. Trotzdem ist es sicher so, dass ich meinen Kindern unbewusst Dinge oder Einstellungen weitervermittele, ohne dass ich es überhaupt merke. Also z.B., wie ich über Dinge denke und darüber rede, wie ich Eigenschaften beurteile und so weiter. Kinder sind ja Meister im Imitieren und sie erkennen sehr wohl bejahendes oder auch verneinendes Verhalten, auch wenn es unausgesprochen bleibt.

Unsere aktuelle Rollenverteilung:
Weder Herr Lampenhügel noch ich leben unseren beiden Muckligen eine klassische Rollenverteilung vor. Angefangen bei der Kleidung, den Spielsachen, der Bettwäsche und den Nahrungsmitteln oder weiter mit den Tätigkeiten oder Fähigkeiten. Wir als Eltern waschen beide, kochen, putzen, räumen auf, fahren Auto, gehen zur Arbeit und so weiter und so weiter. Nur eines ist meistens dem Papa vorbehalten: Das Paparieren von Dingen. Das Schätzlein sagte neulich zu mir: Mama, das musst Du heile machen, das muss papariert werden. Aha?!? Hier im Hause Lampenhügel gibt’s immer etwas zum anschraubern oder aufzumöbeln, daher teilen wir uns oft so auf, dass ich die Kinder hüte, damit Herr Lampenhügel Dinge wieder ans Laufen bringen kann. Oft ist die Rollenverteilung in der Sache also klassisch; und dass, obwohl ich stolze Besitzerin eines gut ausgestatteten Bohrer- und Handwerkskoffers bin und natürlich auch mit den Maschinen umzugehen weiß! Frage: Aber reicht das für die Kinder aus, um sich selbst in einer klischeehaften Rollenverteilung zu wiederzufinden? Hm.

Achtung – Geschichte! Das kleine Rot: Rosa vs. blau
Zurück zu Dudu, dem rosa Leibchen und dem pinkfarbenen Schnuller: Früher, bis zum Anfang des 20- Jahrhunderts, war rot, die Signalfarbe, den Männern vorbehalten; Assoziation Blut, Kampf, Eros, usw. Rosa, „das kleine rot“, war daher folgerichtig den kleinen Jungen zugesprochen. Die heilige Jungfrau Maria trug die Farbe blau, blau war demnach die gängige Mädchenfarbe! Die Farbzuordnung der Geschlechter drehte sich erst später, Jahre nach dem ersten Weltkrieg: Blau wurde zunehmend als Farbe von Männerkleidung verwendet (Matrosenanzüge, Blaumann und Arbeitsanzüge…); daher fand auch in der weiten Bevölkerung ein langsames Umdenken statt und rosa wurde nicht mehr als männlich und stark empfunden, sondern als weich, zart und sogar schwach! Soviel zum Thema von wegen angeborener rosa-Fimmel bei uns Weibsen! Die Süddeutsche hat z.B. über dieses Thema geschrieben – hier.

Für mich sind rosa und blau 2 schöne Farben; die Kinder tragen beide beides. Ja, er HAT ein rosafarbenes T-Shirt und sie trägt sowieso blau, …mittel, dunkel usw. Ich empfinde blau nicht als jungstypisch. Abgesehen von den Farben ist, was die weitere Wahl der Klamotten angeht, auch oft schwierig, etwas zu finden, was unserem Geschmack entspricht: Mädchensachen zu shoppen, ist noch recht einfach; da kriegt man viel ohne Bärchen oder Häschen. Jungssachen, die wir schön finden, sind schon kniffliger: Viele Sachen sind braun-orange oder grün-blau gestreift und meistens sind Bagger, Autos, Züge oder Haifische aufgedruckt. Wir mögen es lieber schlicht und dezent; bei uns wie bei den Kindern. Das Schätzlein wählt ihre Klamotten jetzt aber schon mit Vorliebe selbst aus und sie hat ihre ganz eigene Vorstellung von schön… Natürlich hat sie auch das glitzernde, pinkfarbene Pferde-Shirt im Schrank, auf dem ‚miss you‘ steht; findet sie super. Ist aber ok! Sie darf das tragen. Ich unterstütze diese Vorliebe allerdings nicht; von MIR hat sie das nicht! Diese neuen Standards müssen also woanders herkommen… aus dem Kindergarten vielleicht?

Beeinflussung durch das Umfeld
Seit einiger Zeit hat Abbi einen Spleen: Ohne, dass sie wirklich wüsste, wer oder was das überhaupt ist, schwärmt sie von 2 sehr bekannten Disney-Königinnen aus dem Eis und möchte Schmuck, Kleidung und sogar Joghurts davon haben! Das muss sie bei den älteren Mädchen im Kindergarten aufgeschnappt haben; ich wüsste nicht, wo sonst… Jedenfalls wird dieses Bedürfnis der großen Mädchen 1 zu 1 von ihr kopiert; ich nehme an, weil sie dazugehören und mitreden möchte? Gruppenzwang! Es wird der Tag kommen, da kaufe ich diese 2 hübschen, aufgeblasenen Eisdamen, die mich dann bräsig und zuckersüß von ihrem T-Shirt anlächeln; na der Film soll wenigstens toll sein.

Keine Haare, keine Kleidchen -> kein Mädchen
In Berührung gekommen mit der Gendersache bin ich kurz nach der Geburt des Schätzleins – sie war ein zartes Baby und für mich als ihre Mama immer als Mädchen erkennbar, aber sie hatte – bis sie 1.5 Jahre alt war, kaum Haare auf dem Kopf. Die wenigen Haare waren auch noch weißblond und deshalb nicht gut zu sehen. Oft bin ich angesprochen worden: ‚Ooch, dat is aber ne nette Kerlschen (unangemeldeter Kniff in die Babywange)! Süüß da kleene Mann!‘. Dann habe ich den freundlichen Menschen noch aufgeklärt, dass das ein Mädchen ist. Irgendwann wurde ich müde darüber, habe es mit einem Lächeln hingenommen und mir gesagt: Klar! Keine Haare, kein rosa noch Kleidchen, logische Schlussfolgerung: Kein Mädchen! Es ist in der Tat so! Auch heute, da das Schätzlein inzwischen eine voluminösere Haarpracht aufweist, zwar noch immer kurz, ABER Haar (!), da wird sie weiter als Junge betitelt! Weil sie eben immer noch nicht in komplett rosa, Kleidchen oder Röckchen dahergeht und auch meistens keine Mädchenmerkmale wie z.B. Spängchen im Haar trägt.

Der Muck ist aber unverkennbar ein Junge. Den sieht man und weiß, dass es so ist; egal, ob er blau oder rosa trägt. Ein strammer Max. Was ich daher schon sagen kann: Unsere Tochter ist ein Mädchen und unser Sohn ein Kerl. Er rauft, stolpert unkontrolliert, fällt ständig und verletzt sich, sie ist besonnen, spielt gerade am liebsten mit ihren Puppen, überschätzt sich nie und gibt in Streitsituationen eher nach als alles auszukämpfen. Wir verhalten uns beiden gegenüber so gleich es nur geht – also liegt das unterschiedliche Verhalten doch nicht an unserer Erziehung!? Man kann natürlich sagen, dass das keine typisch-geschlechtlichen Verhaltensweisen sind sondern vielmehr Charaktereigenschaften, aber das glaube ich nur bedingt.

Fazit:
Der so genannte goldene Mittelweg ist glaube ich der richtige, ist er meistens: Von allem etwas, nicht zu viel zu viel oder viel zu wenig. Ich verbiete kein rosa noch Glitzer, ich fördere es aber auch nicht oder lebe es meinen Kindern vor. Sie sollen sich ruhig ausprobieren! Klar darf Dudu auch mit zum Einkaufen; und tja, Abbi Flodder ist inzwischen halt häufiger mal unterwegs. Ich denke, dass die Kinder schon einiges in ihren Genen tragen, aber dass man ihre Bedürfnisse auch in gewisse Bahnen lenken und unterstützen, oder eben nicht unterstützen kann. So, Dudu hat den Muck gerade mal wieder geweckt; schon das 2.Mal heute…. diese aufmüpfigen, kleinen Dinger; was haben wir uns da ins Haus geholt?!

PS: Ach ja – die zarte Abbi möchte zu Karneval übrigens Cowboy werden. Das ist ganz nach meinem Geschmack – ich besorge mal Klebebärtchen.

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Mit ’nur‘ einem Kind etwas für mich tun!


Am Wochenende verbrachten wir einen ganzen Nachmittag zusammen getrennt: Ich zog mit meiner Abbi zu meinem allerersten Bloggertreffen in die nahegelegene Domstadt los und Herr Lampenhügel war mit dem Muck zusammen. Es war gleichzeitig das erste Mal, dass ich nachmittags das Haus verließ, um etwas NUR für mich zu tun; mit Kind. Die Aufteilung Papa-Muck und Abbi-ich war für uns neu, da ich den Muck mit seinen fast 2 Jahren noch stille (über das polarisierende Thema Langzeitstillen habe ich hier schon einmal berichtet); daher ist der Muck eigentlich meistens bei mir. Natürlich verbringe ich auch Zeit mit Abbi alleine, aber eben seltener.

Umbruchszeit
Bei mir ist zur Zeit einiges im Umbruch: Weil ich, nach 4 Jahren Arbeitsabstinenz und Vollzeit-Muttersein bald wieder zu den Berufstätigen gehören werde (Artikel folgt), gewöhne ich den Muck schon seit 5 Monaten bei unserer Tagesmutter ein (Artikel dazu folgt auch). Das Loslassen von ihm fiel und fällt mir schwer, aber in unseren Augen ist sie die allerallerbeste Tagesmutter, die es gibt und darum bin ich inzwischen mit der Situation im Reinen. Außerdem besteht ja die Notwendigkeit wieder zu arbeiten (ich hätte tausend bessere Ideen). Ich freue mich aber sogar ein bisschen auf das, was nun kommt, denn es bedeutet auch ein Stückchen Freiheit für mich (in der Mittagspause bestimmt!). Nach den Babyjahren mit schwanger sein, Stillen, noch immer akutem Schlafmangel, einer notwendigen Dauerbewachung vom ständig hinfallenden Muck – einfach Verzicht auf vieles, da spüre ich jetzt zusehends den Drang, meine eignen Bedürfnisse herauszugruschteln. Erst einmal bemerkte ich neulich überhaupt, dass ich noch welche habe! Bei unseren total zerstückelten Abenden und Nächten, die wir wegen Muckens schlechter Schlafgewohnheiten nach 2 Jahren immer noch haben, bleibt wenig Zeit. Nicht mal, um in mich hinein zu horchen, noch einen Artikel zu Ende zu schreiben oder Pause zu machen; um zu mir zu kommen. Das klingt so zweideutig; soll es auch. An diesem Beitrag hier saß ich 3 Abende; da der Muck wieder, naja, eher immer noch, … in einer seiner Phasen steckt, man kennt das ja. („Phase“ ist die beste Erklärung, die ich bieten kann, denn wir wissen nie, was er hat. Artikel hierzu folgt auch noch; wenigstens weiß ich schon, wie er heißen wird. „Schlaf, Kindlein, schlaf. Bitteee!!!“).

Wilma Pro und Contra
Früher, da wollte ich immer 2 Kinder haben. Ich bin glücklich: Die habe ich :-). Als Kind Nr. 2, der Muck, da war, schlich sich aber der Name Wilma in meinen Kopf und manifestierte sich. So ein drittes Kind… eine Wilma…? Joa! Aber Herr Lampenhügel winkte damals schon ab (und auch heute noch): Wenn Wilma noch zu uns komme, dann würde er mit 60 abdanken. Noch mehr Schlaflosigkeit überstünde er nicht. Das gibt mir natürlich zu denken. Was will ich mit Wilma ohne Herrn Lampenhügel? Gemein. Nein, ich gebe zu: Wilma ist ein schöner Gedanke, und wenn der mal Fleisch würde, dann freuen wir uns auch, aber wir fossieren Wilma nicht. Da es der Muck unserer Abbi nachtut und sich jetzt (bis auf das Schlafen) langsam zum waschechten Kleinkind mausert, ist es kein Weltuntergang mehr, wenn wir die Regel-Leinen mal lockerer lassen. Da lachen mich doch diese kleinen Freiheiten an, die damit einhergehen, kein Baby mehr zu haben und so extrem fremdgetaktet zu leben. Die Sache mit Wilma wackelt! Hinzu kommt, dass ich das Zusammen-Allein-Sein mit Abbi so genossen habe; und sie auch. Ein Baby würde all das wieder für sich in Anspruch nehmen… Nää. Es hat also doch Vorteile, wenn die Kinder größer werden; die liebe Zeit rennt ja die meiste Zeit so…

Mit Abbi Zeit für mich
Zurück zu gestern: Irgendwo habe ich mal den Satz gehört: Mütter brauchen Töchter. Jaa! Ich habe eine Tochter, meine Abbi, und ich brauche sie! Wie schön es für uns beide war, diese ausgedehnte Zweisamkeit zu erleben; wenngleich in einem sehr gut besuchten Kindercafé, bei besagtem Bloggerstammtisch. Trotzdem war es anders, als wenn der Muck dabei gewesen wäre. Das gestern, das waren nur Abbi und ich, genau wie früher, als wir zwei noch alleine waren. Abbi, sie spielte mal im Bällebad, trank ein Schlückchen Schorle, rutschte, oder aß eine Waffel auf meinem Schoß, um sich dann gleich wieder ins Abenteuer zu stürzen. So konnte ich reden, sie beobachten und zuhören – ich betrat also eine mir bekannte, aber fast fremdgewordene Welt. Kürzlich sagte meine Freundin noch zu mir: „Bei Dir kommt ja als allererstes die Familie und dann erstmal meilenweit nichts.“ Recht hat sie. Ich habe vieles, was meine Person betrifft, zurückgestellt und einige Dinge von früher möchte ich gar nicht mehr so ausgiebig leben, aber irgendwann in Bälde kann ich mich doch wieder mehr um mich kümmern. Auf diese Phase freue mich jetzt auch! (Sie sich sicherlich auch).

Qualitative Abbizeit; mehr von Mädchentagen!
Da dieser Nachmittag so toll gewesen war und Abbi und ich unsere Zweisamkeit noch nicht beenden wollten, erfüllte ich ihr trotz recht später Stunde noch einen Wunsch: Sie wollte gerne zu einem Spielplatz fahren, der eine besonders tolle Rutsche hat. Das haben wir gemacht und wir rutschten quiekend, lagen eng umschlungen in der Nestschaukel und schaukelten in die Dunkelheit – wir ließen unseren Tag ausklingen. Das fühlte sich so gut an; nur Abbi und ich. Ich schätze, das war ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie es ist, wenn man nicht mehr minütlich gefordert wird…

Das Bloggertreffen
Der Bloggerstammtisch, den die liebe Sarah von Lotte&Like organisiert hatte, war toll, interessant und informativ! Im schönen Familiencafé Agathe in Köln habe ich einige Bloggerinnen kennen gelernt, die allesamt besondere Blogs schreiben, reinschauen lohnt sich! Leider bin ich so aus der Konversationsübung, dass ich mich nicht mit allen unterhalten konnte, aber ich hoffe sehr auf ein nächstes Mal! Dabei waren: Jasmin von Familie Nimmerland, Katharina von Sonea Sonnenschein, Daniela von Nenalisi, Melanie von Glücklich scheitern, Lisa von Aktiv mit Kindern, und Lisa von Stadt Land Mama; Lisa hatte sogar den WDR dabei, der für die Sendung Frau TV drehte. Ich durfte auch etwas sagen und zwar neben der ehrenwerten Frau Confuß, die ebenso anwesend war! Ich werde berichten. Da ich, in völliger Überforderung – auch keine Fotos gemacht habe, schaut sie Euch doch hier an, Daniela von Nenalisi HAT nämlich welche gemacht und auch dazu geschrieben: Bloggermami-Kaffeeklatsch in Köln

Und auch qualitative Papa-Sohn-Zeit!
Tja und auch besonders hervorzuheben: Der Muck und Herr Lampenhügel genossen ihre Männerzeit auch sehr! Gerade für Herrn Lampenhügel war es besonders schön, so viel Innigkeit mit dem Muck zu erleben. Muckens Aufmerksamkeit liegt ja sonst meistens bei meiner Brust mir; bin ich außer Sicimg_6250htweite, wird er ungemütlich. So wuchs das Band zwischen den beiden gestern ein gutes Stück, weil Herr Lampenhügel durch mein Wegsein Muckens Nr. 1 war. Sie machten dann solche typischen Papa-Sohn Sachen: Erst gingen sie shoppen. Und wie so oft hat der Mann keinen Bock darauf, in irgendwelchen Läden abzuhängen: In diesem Fall der Muck. Er zog unsere Wolldecke aus der Karre, drapierte diese fein auf dem Boden und legte sich zwischen Kleiderständern lang. Ein Nickerchen abhalten; da kennt der Muck gar nichts. Herr Lampenhügel konnte ihn aber mit einem Hooball-Oberteil (Fußball) begeistern, das er dann sofort auf der nächsten Hooball-Wiese beim Hooball-Spielen anzog. Ein perfekter Jungs-Nachmittag.

Ich meinerseits freue mich schon auf rosa Glitzernagellack und Ponyreiten beim nächsten Mal mit Abbi. Oder auf ein neues Bloggertreffen 🙂

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Mini and me hat zu einer schönen Blogparade aufgerufen: ‚Wunderminuten mit Dir‚. Vielleicht hat ja noch jemand Lust seine Lieblingsmomente aufzuschreiben…??

Ich mache da mit; ich habe gleich zwei Wunderminuten-Schenker. Meine Kinder sind 3,5 und fast 2 Jahre alt und es gibt viele Wunderminuten mit ihnen oder durch sie. Manche Wunderminuten entstehen aber nicht durch schöne Umstände: Es gibt Situationen, in denen ich Muster erkenne, von denen ich gar nicht wusste, dass es welche sind! Manchmal kann ich sie rein durchs Erkennen durchbrechen und es dann anders machen. Das sind auch Wundermomente für mich, weil ich durch euch, meine Kinder, wachsen kann. Es gibt auch Tage, an denen ich die Zeit mit euch nicht so sehr genießen kann, wie ich es eigentlich möchte! Weil im täglichen Tohuwabohu viel passiert oder ich angestrengt bin, oder, oder. Aber dann mache ich mir wieder klar: DAS hier, ihr zwei, ihr braucht meine Konzentration, ihr seid meine Wundermomente-Schenker, ihr seid das Wichtigste. Was also kann es schöneres geben, als ungehemmt über die eigenen Kinder zu schwärmen? Ja gar nichts…!

Erste Wundermomente mit Abbi
Meine zwei Lieblingswunderwunschkinder, das mit den Wunderminuten begann, als nackenfaltenscreening-ebba-portrait-01-02-13meine Tochter wenige Wochen alt war, noch in meinem Bauch. Da bekam ich das erste Foto von ihr, ein Profilbild von ihrem Kopf. Dieser Moment veränderte mein Leben:
Ich hatte noch nie so ein unschuldiges, vollkommenes, zartes Baby gesehen. Was ich, bisher kinderlos, nicht mal annähernd erahnen konnte, passierte in diesem Moment automatisch: Ich liebte sie sofort. Continue Reading…


Wo geht er hin, Mama? Und wann kommt er wieder nach Hause..? Diese Fragen kennen sicherlich die meisten von Euch und sie beschäftigen das Schätzlein fast täglich. Unsere Antworten, warum Herr Lampenhügel zwar geht, aber abends wiederkommt, befriedigen sie nicht. Sie fragt weiter: Mama… was macht der Papa bei der Aaabeit? Sie versteht noch nicht, warum die Notwendigkeit besteht, dass er uns morgens verlässt und erst spät am Tag wiederkommt. Wie sollte sie auch? Die Arbeit – für sie ein unbekannter und unverständlicher Begriff. Nicht greifbar, was Mama und Papa ihr da erklären.

Letzte Woche brachten wir Licht in ihr Dunkel und besuchten ihn im Büro. Der Besuch stand schon länger aus und jetzt, da alle Familienmitglieder gehen können und sogar Fußbälle kicken, sie außerdem genesen waren, nutzten wir die Gelegenheit aus! Das Schätzlein sollte endlich kennen lernen, wohin ihr Papa jeden Morgen fährt, wenn er sich von uns verabschiedet. Continue Reading…

The Ring

8. Januar 2017 — 2 Kommentare


Der ein oder andere erinnert sich daran, dass mein Ehering vor Neujahr spurlos verschwand (zu lesen hier). Es verging ein Jahr, najahr, also es neigte sich das Jahr dem Ende und ein neues kam.

Zauberhändchen brachten eine gute Nachricht: Der Ring ist wieder daa!
Die nächste gute Nachricht: Abbi hat wie versprochen einen Erwachsenen gefunden, der meinen Ring wiederfindet!!! Das hat sie tatsächlich geschafft, Ehre, wem Ehre gebühret!
Die schlechte Nachricht: Sie hatte MICH gefunden. ICH war die Erwachsene, ICH habe meinen Ring (wieder)gefunden. Und zwar in MEINER Kulturtasche, weil ICH ihn da hineingelegt hatte.

Und ich, selbst der Dieb, hatte das unschuldige Schätzlein verdächtigt…! Küübelweise Schmutz und Schande über mich! Continue Reading…