Archive für Juni 2017


– das fast vergessene Gefühl von Freiheit –

Abbi ist jetzt fast 4 Jahre alt und ich empfinde sie als sehr selbstständig. Sie bewegt sich mutig und frei und trägt dieses Urvertrauen in sich, dass ihr schon nichts passieren wird. Ist es auch noch nicht – nie. Also von furchtbaren Schürfwunden oder kaum ertragbaren, blauen Flecken mal abgesehen, hat sie sich noch nie ernsthaft verletzt. Sie schätzt sich und ihre Fähigkeiten gut ein und verschafft sie sich immer erst einen Überblick, bevor sie loslegt. Das fand ich schon immer toll an ihr. Diese Selbstständigkeit verlangt natürlich auch Loslassen von meiner Seite. Ich ‚muss‘ ihr ganz viel zutrauen und ich traue mich das auch. Ich kenne sie ja, meine Abbi.

Als ich Kind war, hatte ich massig „Auslauf“, immer in abgestecktem Gebiet – aber es war ein großes Gebiet! Wir wohnten sozusagen am Hang; hinterm Hang nur Apfelplantagen, Felder, Wiesen und unbegehbares, dichtes Terrain. Ich erlebte eine kniegeschundene, ich sage immer dreckfressende Kindheit. Es war großartig! Ich war in der Natur, habe mich gemessen und habe mich gespürt! Ich hatte das Glück in diese Welt hineingeboren worden zu sein. (Über Glück und Unglück diesbezüglich hatte ich hier schon einmal geschrieben –„Das Sandmädchen“– ). Heute bin ich froh, da zu wohnen, wo wir seit knapp 3 Jahren wohnen, und unseren Kindern annähernd ähnliche Verhältnisse bieten zu können: Terrassentür auf, raus in den Garten. Keine Apfelplantagen, immerhin ein Apfelbaum. Gras, Blumen, Kräuter. Weite – zumindest nach ihrem Empfinden. Ich frage mich oft, wie Eltern das im Alltag regeln, die inmitten der Stadt wohnen und ihre Kinder wegen zu hoher Gefahr keinen Schritt alleine vor die Tür gehen lassen können. Unser halbstädtisch/-ländliches Feeling ist schon ganz gut – allerdings nicht zu vergleichen mit dem Gefühl, das da herrscht…,

wo die Einhörner wohnen.
img_7351… denn da ist das Paradies. Da gibt es Freiheit. Freiheit für die Kinder, sich ohne Aufsicht bewegen zu dürfen. Aus den Augen der Eltern. Abenteuer pur. Weiterlesen…


Die beste Frau Confuß hat mir den Liebster-Award überreicht. Das ehrt mich und noch mehr beglückt es mich; danke! Zum Antworten brauchte ich eine Weile; ich musste nämlich etwas überlegen..:

Was hat dich zum Bloggen gebracht, obwohl es so viele andere auch tun? Oder war das gerade animierend?
Ich habe schon immer geschrieben: Tagebuch, Gedichte, Geschichtchen und sogar meine Träume; teilweise krudes Zeug. Später kamen Reiseberichte dazu und offenbar auf Gegenliebe stoßende eMails, die die Leute dazu veranlassten, mich kaltblütig zum Schreiben von lästigen Geburtstagskarten zu missbrauchen. Dann versickerte das Schreiben, aber wegen der Muckligen führe ich wieder Tagebuch und da lag das Bloggen nicht mehr fern! Die letzten Anstöße kamen durch: Die beste Frau Confuß herself, die das letzte Tröpfchen auf die Mühlen tröpfelte und dann postete das-elternhandbuch meine Gedanken zur Blogparade „Bin ich eine Babymama?“, obwohl ich noch gar keinen Blog hatte – WAS für eine Motivation! Hier schreibe ich mir die Dinge von der Seele und hoffe, dass ich irgendwie auch irgendwen damit erreiche oder gar helfen kann. 2 so kleine Kinder groß zu ziehen ist eine tägliche Herausforderung, die mich mal mehr und mal mehr mehr fordert..!
Dass der Bloggerteich so groß ist, hat mich eher abgeschreckt; man muss sich durch irgendetwas abheben! Bis jetzt macht mir das Paddeln aber viel Spaß…

Hast du deinen Blog lange im Voraus geplant und vorbereitet? Oder hast du eine Idee gehabt, begonnen und es sich entwickeln lassen?
Fast 5 Monate sind von der Idee bis zum ersten veröffentlichten Beitrag dahingesiecht – eine ungewollt lange Zeit! Es lag an der Technik und dem Anbieter! Ich wollte meine Seite übersichtlich gestalten UND ein eigenes Hintergrundbild verwenden; nichts ging. Darum wechselte ich den Anbieter, transferierte die URL, musste dazu einen Hoster zwischenschalten (was ist das nochmal?), las und bastelte mich ins neue System ein und wartete immer wieder: Auf Freischaltungen usw. Fast hätte ich es hingeschmissen, bevor es losging.

Betreibst du noch ein Hobby, dass du auch schon in der Jugend gemacht hast? Und welches? Oder hat sich dein Interesse komplett verändert?
Eigentlich bin ich ziemlich langweilig gleich geblieben – Hobbys und Interessen sind trotz der Muckligen weiter vorhanden und werden im Moment größtenteils mit ihnen gemeinsam ausgeführt: Laufen (hinter ihnen her), tanzen (Hand in Hand im Kreis), singen (gut, die Musikauswahl ist Geschmackssache), Klavier spielen (naja, 6-händige Stücke an einem Klavier zu performen, bleibt schwierig)… Ist doch alles da! Ich habe früher hobbymäßig mal in Bands gesungen und gespielt; besonders in einer. Irgendwann klappte das zeitlich nicht mehr… leider! Manch eine Melodie, Text und Keyboardpart entsprangen meiner Feder. Meine Bandjungs, die ich echt vermisse, und ich, wir haben damals mit viel Mühe sogar etwas aufgenommen; wenn Ihr mögt, hört her; aber bitte mit ordentlichen Boxen oder Stöpseln im Ohr. Irgendwann mache ich das wieder – es war zu schön um es sein zu lassen.

„Bye For now“
Einer unserer ersten Songs, ein langsamerers, gefühlvolles Stück. Es hat etwas mit Herrn Lampenhügel zu tun – damals, als er noch nicht mein one and only Lampenhügel war und wir uns finden mussten. Weiterlesen…