Archive für Die DGSGN – Liste

(Das geht so gar nicht!)

Umzugszeit und Jahre danach

Vor 2,5 Jahren haben wir einen schön furchtbaren Umzug hingelegt und sind bis heute damit beschäftigt, unser neues Zuhause so herzurichten, dass wir es annehmbar schön finden. Wir sind alles andere als pingelig, aber diese ganze Zeit war extrem – und zwar so, dass wir selbst heute noch nicht drüber lachen können. Inzwischen fühlen wir uns hier ganz wohl, aber immer wieder stolpern wir über schnell und billig gemachte Arbeiten, die vor dem Einzug getätigt wurden, und ärgern uns über die daraus entstandenen Makel. Ein Rumms mit dem Lauflernwagen gegen den Türrahmen z.B. lässt sofort die weiße Farbe abblättern und zum Vorschein kommt das 60er Jahre Straßenköter-Kackbraun. Herrlich! Also versuchen wir, die Bude mit kleineren und größeren Arbeiten aufzuplüschen. Das braucht natürlich Ideen, Geld und vor allem: Zeit. Zeiiit, ha! Die ist so gar nicht vorhanden, daher bleibt vieles oft halbfertig liegen, wird nur laangsam fertig – immer mit Arbeitsaufteilung und Organisation verbunden. Diese Wochenenden, an denen man ent-spannt, aus-ruht oder mal aus-schaltet – die gibt’s bei uns immer noch nicht.

Der Auszug aus der geliebten Altbauwohnung in einer der schönsten Straßen der Domstadt war hart; alles, was danach kommen würde, bedeutete einen Abstieg für uns; das wussten wir. Wir fanden aber eine als „60er-Jahre Schätzchen“ angepriesene Wohnung im Nachbarstädtelein; mit Riesengarten und trotz ruhiger Lage mit Bahnanbindung. UND bezahlbar! Gut, die Sanitäranlagen hier sind vom Einfachsten des Einfachen. Und der 20 Jahre alte Hausanstrich, der das Haus von außen echt verloddert aussehen lässt, war auch ein gerade noch annehmbarer Makel. Der Plan war ja, die nächsten paar Jahre hier zu verbringen, nicht unser restliches Leben. Und wie gesagt der Garten…ein Träumchen. Der ist jeden Tag Lebensqualität für uns: Weitläufig, komplett umzäunt und mit Terrasse vor der Küche; paradiesisch schön! Weiterlesen…


Es war ein wenig still um uns geworden die letzte Woche. Also auf dem Blog – zu Hause routierten wir. Um vorweg zu sagen: Es wird unschön, aber ohne Details, keine Angst. Ich musste es aber aufschreiben, weil es meine ganze letzte Woche bestimmt hat…

Wenn man 2 Kinder hat und eins davon an Brechdurchfall erkrankt, dann kann man getrost davon ausgehen, dass das andere Kind kürzlichst danach auch an Brechdurchfall erkrankt. Man kann weiterhin getrost davon ausgehen, dass es nicht lange dauert, bis auch der Mann im Haus, in unserem Fall der wunderbare Herr Lampenhügel (und der ist nie krank!) ebenfalls von dem – ich rate jetzt mal – Norovirus oder Rotavirus – heimgesucht wird. OBWOHL wir uns nach bestem Gewissen und peinlicher Hygiene täglich vielfachst die Pfoten gewaschen UND desinfiziert haben und uns damit wahrscheinlich auch noch den eigenen Säuremantel zerstört haben. Leider haben wir das Vielfachst-Waschen erst praktiziert, nachdem hier der… Scheiß… (Achtung, Doppeldeutigkeit folgt auch noch) ausgebrochen war, huaaargh! Da war’s eben schon zu spät.

Nun ja, durch eine Magen-Darm-Krankheit 3 recht niedergeschlagene Wesen im Hause zu haben, ist irgendwie zu ertragen, wenn es einem selbst ganz gut geht. Ging es mir aber nicht! Ich war just selbst mal krank, aber zum Glück nur ’normal‘ krank. Weiterlesen…


Wir waren im Urlaub am holländischen Strand. Der Urlaub war sehr schön, da das Wetter unverhofft fantastisch war und wir einen noch anhaltenden Spätsommer genießen konnten. Am letzten Tag aber kam es zu einem Erlebnis, das mich ins Grübeln brachte. Über die folgende Frage hatte ich schon einige Male sinniert und jetzt war sie wieder da:

Was wäre aus mir geworden, wenn ich nicht da groß geworden wäre, wo ich groß geworden bin? Beziehungsweise, wenn mich nicht die Menschen beim Großwerden begleitet und geleitet hätten, die das getan haben? Was für ein Leben würde ich heute führen und wo? Welche Werte hätte ich?

Voraussetzungen
Meine Heimat waren: Mama, Papa und ein jüngeres Geschwisterkind. Wir lebten in einem beschaulichen Stadtrandgebiet, wo ich zwischen Apfelplantagen, Sträuchern und auf Wiesen herumtollte und Stockhütten baute. Mit meinen Freunden und all den anderen Kindern aus der Siedlung spielte ich auf dem Garagenhof Fußball oder ringsherum Verstecken und die Schule lief auch ok. Das sind ganz gute Grundvoraussetzungen für den Start ins Leben, denke ich… Weiterlesen…

Die wunderbare Frau Confuss hat ihre erste, oben genannte Blogparade ins Leben gerufen. Dabei wirkt sie immer so entspannt und fehlerfrei… Was soll ich sagen, das Thema passt zu mir und außerdem war es mein Ziel, für diese Blogparade mit meiner eigenen Seite online zu gehen. Geschafft! Frau Confuss hat mir übrigens das letzte Quäntchen Überzeugung eingepflanzt, diesen Schritt zu wagen. Auch wenn sie das erröten wird, möchte ich ihr meine ehrliche Dankbarkeit ausdrücken. Danke, beste Frau Confuss!

1. Meinen ersten Fehler begehe ich direkt morgens:
Wenn es jemanden gibt, der nicht gerne früh aufsteht, dann bin ich das. Ich liebe Snoozen. Die nächsten 5 glücklichen Minuten im Bett sind einfach zu verlockend… Darum stehe ich jeden Tag einen Ticken zu spät auf und gerate dann oft in Stress. In meinem früheren Leben war ich Langschläfer. Mein Langschläferdasein endete aber abrupt mit dem Kennenlernen des Herrn Lampenhügel; der ist so ein früher Vogel. Furchtbar. Und jetzt mit den Kindern: Noch schlimmer. Da muss ich ja sogar mit aufstehen! Können die nicht mal bis 9 Uhr schlafen? Nur mal am Wochenende? Bitte! Aufstehen tue ich ja schon gerne – nur nicht so früh! MUSS denn das immer schon vor 7 Uhr sein? Ich gehe dafür einfach zu spät ins Bett. Ich habe ja bloß den zerstückelten Abend um überhaupt etwas erledigen zu können. Diese Zwischenabstände, in denen keins der beiden Kinder kräht und sie schlafen. Die muss ich doch nutzen! Darum dehne ich sie nach hinten aus und gehe wieder erst um 1 Uhr ins Bett. Ein Teufelskreis! Das gemeine daran ist, dass ich dann morgens auch mal unausstehlich bin – das ist ziemlich doof von mir, weil selbstverschuldet. Darum nehme ich mir täglich vor, das zu ändern.

2. Apropos Ungerechtigkeiten:
Ich hasse Ungerechtigkeiten. Ich kann sie gar nicht gut aushalten und wenn ich Zeuge einer Ungerechtigkeit werde, schalte ich mich meistens ein.
Das ist wie ein Reflex – ohne nachzudenken. Jemand Schwächeren zu unterstützen ist doch selbstverständlich. Aber Herr Lampenhügel schimpft mit mir, weil ich mich damit manchmal in brenzlige Situationen bringe. Neulich habe ich z.B. gesehen, wie eine Frau mit 3 Kindern in ihrem Auto blinkend am Straßenrand stand und geduldig auf einen Parkplatz wartete… Dann kam so ein …Arsch und nahm ihr ganz bewusst den Parkplatz weg. Alle rundherum haben es gesehen, keiner hat was gesagt. Ich dachte ich spinne! Ich also mit dem Kinderwagen über die Straße zu ihm hin… Weiterlesen…