– das fast vergessene Gefühl von Freiheit –

Abbi ist jetzt fast 4 Jahre alt und ich empfinde sie als sehr selbstständig. Sie bewegt sich mutig und frei und trägt dieses Urvertrauen in sich, dass ihr schon nichts passieren wird. Ist es auch noch nicht – nie. Also von furchtbaren Schürfwunden oder kaum ertragbaren, blauen Flecken mal abgesehen, hat sie sich noch nie ernsthaft verletzt. Sie schätzt sich und ihre Fähigkeiten gut ein und verschafft sich immer erst einen Überblick, bevor sie loslegt. Das fand ich schon immer toll an ihr. Diese Selbstständigkeit verlangt natürlich auch Loslassen von meiner Seite. Ich ‚muss‘ ihr ganz viel zutrauen und ich traue mich das auch. Ich kenne sie ja, meine Abbi.

Als ich Kind war, hatte ich massig „Auslauf“, immer in abgestecktem Gebiet – aber es war ein großes Gebiet! Wir wohnten sozusagen am Hang; hinterm Hang „nur“ Apfelplantagen, Felder, Wiesen und unbegehbares, dichtes Terrain. Ich erlebte eine kniegeschundene, ich sage immer dreckfressende Kindheit. Es war großartig! Ich war in der Natur, habe mich gemessen und habe mich gespürt! Ich hatte das Glück in diese Welt hineingeboren worden zu sein. (Über Glück und Unglück diesbezüglich hatte ich hier schon einmal geschrieben –„Das Sandmädchen“– ). Heute bin ich froh, da zu wohnen, wo wir seit knapp 3 Jahren wohnen, und unseren Kindern annähernd ähnliche Verhältnisse bieten zu können: Terrassentür auf, raus in den Garten. Keine Apfelplantagen, immerhin ein Apfelbaum. Gras, Blumen, Kräuter. Weite – zumindest nach ihrem Empfinden. Ich frage mich oft, wie Eltern das im Alltag regeln, die inmitten der Stadt wohnen und ihre Kinder wegen zu hoher Gefahr keinen Schritt alleine vor die Tür gehen lassen können. Unser halbstädtisch/-ländliches Feeling ist schon ganz gut – allerdings nicht zu vergleichen mit dem Gefühl, das da herrscht…,

wo die Einhörner wohnen.
img_7351… denn da ist das Paradies. Da gibt es Freiheit. Freiheit für die Kinder, sich ohne Aufsicht bewegen zu dürfen. Aus den Augen der Eltern. Abenteuer pur. Weiterlesen…


Die beste Frau Confuß hat mir den Liebster-Award überreicht. Das ehrt mich und noch mehr beglückt es mich; danke! Zum Antworten brauchte ich eine Weile; ich musste nämlich etwas überlegen..:

Was hat dich zum Bloggen gebracht, obwohl es so viele andere auch tun? Oder war das gerade animierend?
Ich habe schon immer geschrieben: Tagebuch, Gedichte, Geschichtchen und sogar meine Träume; teilweise krudes Zeug. Später kamen Reiseberichte dazu und offenbar auf Gegenliebe stoßende eMails, die die Leute dazu veranlassten, mich kaltblütig zum Schreiben von lästigen Geburtstagskarten zu missbrauchen. Dann versickerte das Schreiben, aber wegen der Muckligen führe ich wieder Tagebuch und da lag das Bloggen nicht mehr fern! Die letzten Anstöße kamen durch: Die beste Frau Confuß herself, die das letzte Tröpfchen auf die Mühlen tröpfelte und dann postete das-elternhandbuch meine Gedanken zur Blogparade „Bin ich eine Babymama?“, obwohl ich noch gar keinen Blog hatte – WAS für eine Motivation! Hier schreibe ich mir die Dinge von der Seele und hoffe, dass ich irgendwie auch irgendwen damit erreiche oder gar helfen kann. 2 so kleine Kinder groß zu ziehen ist eine tägliche Herausforderung, die mich mal mehr und mal mehr mehr fordert..!
Dass der Bloggerteich so groß ist, hat mich eher abgeschreckt; man muss sich durch irgendetwas abheben! Bis jetzt macht mir das Paddeln aber viel Spaß…

Hast du deinen Blog lange im Voraus geplant und vorbereitet? Oder hast du eine Idee gehabt, begonnen und es sich entwickeln lassen?
Fast 5 Monate sind von der Idee bis zum ersten veröffentlichten Beitrag dahingesiecht – eine ungewollt lange Zeit! Es lag an der Technik und dem Anbieter! Ich wollte meine Seite übersichtlich gestalten UND ein eigenes Hintergrundbild verwenden; nichts ging. Darum wechselte ich den Anbieter, transferierte die URL, musste dazu einen Hoster zwischenschalten (was ist das nochmal?), las und bastelte mich ins neue System ein und wartete immer wieder: Auf Freischaltungen usw. Fast hätte ich es hingeschmissen, bevor es losging.

Betreibst du noch ein Hobby, dass du auch schon in der Jugend gemacht hast? Und welches? Oder hat sich dein Interesse komplett verändert?
Eigentlich bin ich ziemlich langweilig gleich geblieben – Hobbys und Interessen sind trotz der Muckligen weiter vorhanden und werden im Moment größtenteils mit ihnen gemeinsam ausgeführt: Laufen (hinter ihnen her), tanzen (Hand in Hand im Kreis), singen (gut, die Musikauswahl ist Geschmackssache), Klavier spielen (naja, 6-händige Stücke an einem Klavier zu performen, bleibt schwierig)… Ist doch alles da! Ich habe früher hobbymäßig mal in Bands gesungen und gespielt; besonders in einer. Irgendwann klappte das zeitlich nicht mehr… leider! Manch eine Melodie, Text und Keyboardpart entsprangen meiner Feder. Meine Bandjungs, die ich echt vermisse, und ich, wir haben damals mit viel Mühe sogar etwas aufgenommen; wenn Ihr mögt, hört her; aber bitte mit ordentlichen Boxen oder Stöpseln im Ohr. Irgendwann mache ich das wieder – es war zu schön um es sein zu lassen.

„Bye For now“
Einer unserer ersten Songs, ein langsamerers, gefühlvolles Stück. Es hat etwas mit Herrn Lampenhügel zu tun – damals, als er noch nicht mein one and only Lampenhügel war und wir uns finden mussten. Weiterlesen…

….dem tollen Familienportal das-elternhandbuch!

Das liebe Team behandelt das Thema Fremdbetreuung, also Krippe, KiTa und Co. und da passte unser Lebensumstand gerade richtig gut rein, denn da ich wieder arbeite, musste unser Muck fremdbetreut werden. Deshalb durfte ich also einen, meinen ersten (!) Gastbeitrag darüber schreiben, wie wir zur tollsten Tagesmutter kamen… ein emotionaler Loslassen-Prozess. Freut Euch auf einen Zweiteiler – der zweite und letzte Teil erscheint demnächst!

Kennengelernt habe ich das Portal übrigens, als die Journalistinnen Nicole und Heike von das-elternhandbuch die Blogparade „Bin ich eine Babymama?“ ins Leben gerufen hatten. Dazu wollte ich damals auch etwas schreiben – noch ganz ohne Blog. Das tat ich und sie veröffentlichten meinen Artikel auf ihrer Seite! Das war eine große Motivation für mich weiter zu schreiben  – und hier bin ich! Deshalb freut es mich sehr, dass mein erster Gastbeitrag auf ihrer Seite erscheint.

Wühlt Euch doch mal durch Ihre Seite – man findet immer etwas interessantes, informatives und bestimmt einen Artikel zu einem Thema, das einen gerade selbst beschäftigt..! Viel Spaß!

PS: Ach ja – könnte bitte irgendjemand von Euch unter den Beitrag ‚puh… ja, das ging mir damals ganz ähnlich‘ schreiben? Das wäre nett. Danke!

Vergänglichkeit und Zukunft

Das Schätzlein ist jetzt knappe 4 Jahre alt und der Muck gute 2. Damals, als ich die beiden gerade zu uns hingeboren hatte, habe ich gedacht, dass die Zeit als Mama von 2 Babies nie enden würde. 2 kleinste Kinder mit allem, was dazugehört: Glücksgefühle, Beschützerinstinkt, aber auch Dauergenöle und Gejammer, pausenlose Fremdbestimmtheit. Wer das nicht selbst erlebt hat, kann nicht nachvollziehen, was es bedeutet. Mit der Ankunft des Mucks geriet ich aus der Zeit. 2 Schlechtschläfer, die IMMER an mir dran sein mussten, bescherten mir bleierne Müdigkeit. IMG_8095Mein Zeitempfinden wurde sozusagen schizophren: Zum einen dachte ich immer: Oh Gott, DAS ist jetzt für immer und ewig mein Leben – außer den Kindern habe ich nichts! Zum anderen verging alles so schnell. Heute erinnere mich gerne an die alten Tanten-Sprüche zurück, die ich als Kind selbst so oft zu hören bekommen hatte: „Oh mein Gott, bist DUU groß geworden! Man erkennt Dich ja kaum wiiieder!“ Damals waren mir diese verzückten Ausrufe unangenehm und irgendwie peinlich – ich wusste auch nie, was ich dazu sagen sollte – aber: Es stimmt! Die Tanten hatten alle recht; das weiß ich heute. Weiterlesen…

Umzugszeit und Jahre danach

Vor 2,5 Jahren haben wir einen schön furchtbaren Umzug hingelegt und sind bis heute damit beschäftigt, unser neues Zuhause so herzurichten, dass wir es annehmbar schön finden. Wir sind alles andere als pingelig, aber diese ganze Zeit war extrem – und zwar so, dass wir selbst heute noch nicht drüber lachen können. Inzwischen fühlen wir uns hier ganz wohl, aber immer wieder stolpern wir über schnell und billig gemachte Arbeiten, die vor dem Einzug getätigt wurden, und ärgern uns über die daraus entstandenen Makel. Ein Rumms mit dem Lauflernwagen gegen den Türrahmen z.B. lässt sofort die weiße Farbe abblättern und zum Vorschein kommt das 60er Jahre Straßenköter-Kackbraun. Herrlich! Also versuchen wir, die Bude mit kleineren und größeren Arbeiten aufzuplüschen. Das braucht natürlich Ideen, Geld und vor allem: Zeit. Zeiiit, ha! Die ist so gar nicht vorhanden, daher bleibt vieles oft halbfertig liegen, wird nur laangsam fertig – immer mit Arbeitsaufteilung und Organisation verbunden. Diese Wochenenden, an denen man ent-spannt, aus-ruht oder mal aus-schaltet – die gibt’s bei uns immer noch nicht.

Der Auszug aus der geliebten Altbauwohnung in einer der schönsten Straßen der Domstadt war hart; alles, was danach kommen würde, bedeutete einen Abstieg für uns; das wussten wir. Wir fanden aber eine als „60er-Jahre Schätzchen“ angepriesene Wohnung im Nachbarstädtelein; mit Riesengarten und trotz ruhiger Lage mit Bahnanbindung. UND bezahlbar! Gut, die Sanitäranlagen hier sind vom Einfachsten des Einfachen. Und der 20 Jahre alte Hausanstrich, der das Haus von außen echt verloddert aussehen lässt, war auch ein gerade noch annehmbarer Makel. Der Plan war ja, die nächsten paar Jahre hier zu verbringen, nicht unser restliches Leben. Und wie gesagt der Garten…ein Träumchen. Der ist jeden Tag Lebensqualität für uns: Weitläufig, komplett umzäunt und mit Terrasse vor der Küche; paradiesisch schön! Weiterlesen…