Nacke Aame sein und das Pipipöttchen

7. Juli 2016 — Hinterlasse einen Kommentar

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Das Schätzlein liebt es nackt zu sein oder eben fast nackt zu sein. Oftmals möchte sie sich entkleiden. Seit sie sprechen kann, sagt sie ziemlich oft: „Hmamma! Is möste nacke Aame sein.“ Beim Schlafen, im Winter, draußen oder drinnen; Außentemperatur egal. Neu ist jetzt „Is möste nacke Aame UN nacke Beine sein!“ Und dann zuppelt sie sich schon an ihren Klamotten herum. Woher hat sie das? Also ich bin eine Frostbeule und sie ist auch so ein Schmalhans…! Trotzdem pflegen wir allmorgendlich eine Diskussion darüber: Ich finde, dass es im Frühling noch zu kalt ist für nacke Aame und nacke Beine sein, sie hingegen findet das nicht. Wir diskutieren ziemlich anhaltend und keiner gibt auf. Argumente ziehen bei ihr nicht. Manchmal kann ich sie jedoch durch geschickte Ablenkungsmanöver betuppern und streife ihr dann einfach etwas über. „Huuuch – guck mal, Schätzlein, da draußen! Ein Fuuufleug!“ Aber die Diskussion wird dann mittags wieder aufgenommen, wenn der nächste Windelwechsel ansteht – mein Schätzlein hat ein Gedächtnis wie ein Elefant. Viele Sachen kann sie sich ja inzwischen schon alleine ausziehen. Schuhe z.B. und ihre geliebte Punke-Lenngins (eine gepunktete Leggins). Ist ja gut so. Aber in Unterhemd und Punke-Lenngins im Winter rauszugehen – meiner Meinung nach muss da Einhalt geboten werden.

ADIEU LIPSWINDEL
Heute, unverhoffte 23° im Schatten, hatte das erlaubte komplett-Nacktsein aber einen großen Vorteil. Das Töpfchen. Wir sagen Pöttchen. Unser Pöttchen macht Musik (ja ich weiß, ist albern, aber es IST ein Anreiz für sie!). Das Schätzlein macht seit einigen Wochen Anstalten, keine normalen Windeln mehr tragen zu wollen, sondern nur noch die sog. ‚Lipswindel‘. Diese Windelslips, die sie sich wie ein normales Unterhöschen herunterziehen kann. Windelslip kann sie nicht sagen, bei ihr heißt es eben ‚Lipswindel‘. Seit gestern will sie aber auch keine ‚Lipswindel‘ mehr anziehen. Jep. Windelabschied. Suuper (!); ICH hänge nicht an den Windeln. Jetzt ist ja auch die perfekte Zeit zum Trockenwerden. Wir wollten das Schätzlein nie dazu drängen, es sollte selbstbestimmt sein. Es scheint, als wäre sie soweit. Ich stelle also gemeinsam mit ihr das Pöttchen in den Garten und erinnere sie daran, dass sie da ihr Pipi hineinmachen kann. Sie kennt das Pöttchen; wir haben schon das ein oder andere Mal Wasser hineingegeben, damit die Musik ertönt. Dann wurde geklatscht, sich gefreut und dazu getanzt. Zu dritt. Auch der Muck hat Spaß daran!

ERSTE PÖTTCHENFREQUENTIERUNG
Es ist ein sonniger Tag heute. Das Schätzlein und der Muck tummeln sich auf der Schaukel, im Sandkasten oder kabbeln sich. Ein ganz normaler Nachmittag. Bis sie – wie verabredet – ruft: „Hmmmammaa ! Is möste Pipi machen auf die Toalette!“ Ich zeige ihr nochmal ihre Draußen-Toilette, das Pöttchen, und sie stapft los. Im nächsten Moment höre ich schon ‚Jippaaa, dideldideldideldideldadeldu…dädädämdämdaääm, die Pöttchenmusik. Dieses Mal IST also Pipi ins Pöttchen gekommen! Grandios! Und sie hat’s ganz alleine gemacht! Sie guckt zwischen ihre Beine durch ins Pöttchen, strahlt mich dann an; sie hat’s richtig gemacht und sie weiß das. Jetzt kriegt sie ein stolzes, nasses Küsschen von mir; ließ sich nicht vermeiden. Gestern hatte sie beim Spielen noch vergessen, dass sie keine Windel getragen hat.

5 Minuten später das Gleiche nochmal. Wieder Musik, wieder alles richtig gemacht. Alleine. Meega. Ich bin echt stolz auf sie.
Dann bekommen wir Besuch von unseren Freunden – jetzt springen hier 5 Kinder im Garten herum, ein schönes Gewusel. Die Kinder verstehen sich gut miteinander und das ist sehr angenehm und schön! Da krakelt der Größte der Bande: „Ääh… das Schätzlein macht… also… einen Kaack!“ Und jawoll, der liegt schon auf dem Rasen. Ich kann das Schätzlein noch schnell hochnehmen und sie auf das Pöttchen setzen. 21, 22, 23… „Jippaa! Dideldibdibdü, dideldibdibdü…“ die zweite Hälfte landet dann da wo sie landen soll. Da hatte ich doch glatt vergessen, ihr zu erklären, dass auch die Kacks ins Pöttchen sollen, nicht nur das Pipi. Ts! Kann sie ja auch nicht wissen.

Ich bin mal gespannt, wo der nächste Kack landet. Ich würde aber sagen, das hat sie jetzt drauf. Mal gucken.

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