Blogparade Alltagsfehler: Dinge, die ich immer wieder falsch mache.

11. August 2016 — Hinterlasse einen Kommentar

Die wunderbare Frau Confuss hat ihre erste, oben genannte Blogparade ins Leben gerufen. Dabei wirkt sie immer so entspannt und fehlerfrei… Was soll ich sagen, das Thema passt zu mir und außerdem war es mein Ziel, für diese Blogparade mit meiner eigenen Seite online zu gehen. Geschafft! Frau Confuss hat mir übrigens das letzte Quäntchen Überzeugung eingepflanzt, diesen Schritt zu wagen. Auch wenn sie das erröten wird, möchte ich ihr meine ehrliche Dankbarkeit ausdrücken. Danke, beste Frau Confuss!

1. Meinen ersten Fehler begehe ich direkt morgens:
Wenn es jemanden gibt, der nicht gerne früh aufsteht, dann bin ich das. Ich liebe Snoozen. Die nächsten 5 glücklichen Minuten im Bett sind einfach zu verlockend… Darum stehe ich jeden Tag einen Ticken zu spät auf und gerate dann oft in Stress. In meinem früheren Leben war ich Langschläfer. Mein Langschläferdasein endete aber abrupt mit dem Kennenlernen des Herrn Lampenhügel; der ist so ein früher Vogel. Furchtbar. Und jetzt mit den Kindern: Noch schlimmer. Da muss ich ja sogar mit aufstehen! Können die nicht mal bis 9 Uhr schlafen? Nur mal am Wochenende? Bitte! Aufstehen tue ich ja schon gerne – nur nicht so früh! MUSS denn das immer schon vor 7 Uhr sein? Ich gehe dafür einfach zu spät ins Bett. Ich habe ja bloß den zerstückelten Abend um überhaupt etwas erledigen zu können. Diese Zwischenabstände, in denen keins der beiden Kinder kräht und sie schlafen. Die muss ich doch nutzen! Darum dehne ich sie nach hinten aus und gehe wieder erst um 1 Uhr ins Bett. Ein Teufelskreis! Das gemeine daran ist, dass ich dann morgens auch mal unausstehlich bin – das ist ziemlich doof von mir, weil selbstverschuldet. Darum nehme ich mir täglich vor, das zu ändern.

2. Apropos Ungerechtigkeiten:
Ich hasse Ungerechtigkeiten. Ich kann sie gar nicht gut aushalten und wenn ich Zeuge einer Ungerechtigkeit werde, schalte ich mich meistens ein.
Das ist wie ein Reflex – ohne nachzudenken. Jemand Schwächeren zu unterstützen ist doch selbstverständlich. Aber Herr Lampenhügel schimpft mit mir, weil ich mich damit manchmal in brenzlige Situationen bringe. Neulich habe ich z.B. gesehen, wie eine Frau mit 3 Kindern in ihrem Auto blinkend am Straßenrand stand und geduldig auf einen Parkplatz wartete… Dann kam so ein …Arsch und nahm ihr ganz bewusst den Parkplatz weg. Alle rundherum haben es gesehen, keiner hat was gesagt. Ich dachte ich spinne! Ich also mit dem Kinderwagen über die Straße zu ihm hin… Ich machte ihn (wirklich!) freundlich auf das Wegschnappen aufmerksam und bat ihn, den Parkplatz wieder freizugeben. Er antwortete mir so grob mit einem Schimpfwort, das mi S anfängt und mit c-h-l-a-m-p-e aufhört, dass ich es tatsächlich vorzog zu gehen. Ich wollte mein im Kinderwagen liegendes Kind und mich keiner ernsten Gefahr aussetzen. Die Frau im Auto dankte aus der Ferne, musste sich aber einen neuen Parkplatz suchen. Es blieb nur mein Schreck und die Fassungslosigkeit.

Genau das Gleiche ist mir unfassbarerweise einige Monate später an genau der selben Stelle wieder passiert! Allerdings war es hier ein behinderter Rentner, dem der SELBE Parkplatz von dem nächsten Arsch weggenommen wurde. Ich bin wieder hin zu dem Typen, habe ganz nett darauf hingewiesen: „Entschuldigung, Sie haben dem alten Mann da den Parkplatz weggenommen – hatten Sie das gar nicht gesehen?“ und habe mir dann – oh Wunder – das nächste Schimpfwort mi S und dann c-h-l-… abgeholt. Gebracht hat’s also wieder nix. Der gedisste Rentner kam noch dankend auf mich zu; das war nett. Aber kann denn die Lehre daraus sein, das nächste Mal lieber ‚brav‘ den Mund zu halten? Oh. Nee. Kann ich nicht. Irgendwann kriege ich doch noch eine gescheuert.

3. Die Kaffeetante mal anders.
img_4991Mein wirklich immer wiederkehrender, netter Alltagsfehler ist Kaffee. Ich lasse meinen Kaffee stehen. Und das, obwohl ihn Herr Lampenhügel perfekt zubereitet hat; mit eineimg_4992m Löffel Zucker, aufgeschäumter Milch… das ganze Programm. Trotzdem bleibt der Kaffee unberührt; egal, zu welcher Uhrzeit. –ich weiß auch nicht; ich liebe den Geruch von Kaffee! Diese gemahlenen Kaffeebohnen – ein Traum! Alleine der Geruch macht mich glücklich, daimg_4993 brauche ich den Kaffee selbst gar nicht mehr zu trinken. Ich habe mich schon satt gerochen.

Herr Lampenhügel fragt mich trotzdem jedes Mal wieder fürsorglich, ob ich einen trinken möchte. (Wenn er das nicht fragen würde, wäre ich übrigens beleidigt.) Und ich sage img_4994immer ja. Obwohl ICH schon weiß, obwohl ER schon weiß, dass der wohlriechende, schönperfekte Kaffee… höchstwahrscheinlich stehenbleiben wird. Zumindest bis er kalt ist. Dann kann man ihn ja 2 Stunden später in der Mikro wieder aufwärmen (und wieder kalt werden lassen, bis man ihn dann mittagimg_4995s getrost wegschütten kann). Der
Running-Gag zwischen Herrn Lampenhügel und mir ist deshalb seit langem: Er fragt mich jedes Mal, sobald der Kaffee kredenzt ist und ich noch gar kein Schlückchen trinken konnte…: „Und, Frau Lampenhügel? Wie schmeckt der Kaffee??“ Dann nippe ich mal kurz daran und denke: Gar nicht so schlecht, den kann man doch auch trinken!

4. Die liebe Wäsche
Ich komme aus dem Waschen ja gar nicht mehr raus. Ok. Meistens vergesse ich die Wäsche – Quatsch, ich verdränge sie. Diese abertausende von kleinen  Socken, T-Shirts und anderen verknüddelten Sachen! Ich verdränge regelmäßig, dass sie schon gewaschen sind und dass sie nun weiterverarbeitet werden müssten. Aufgehängt, sortiert, in den Trockner. Das mache ich dann IMMER nachts und schlafe fast dabei ein. Es dauert dadurch ewig länger. Bääh!

5.Wie ein Rohrspatz…
kann ich fluchen und tue das auch. Beim Autofahren, wenn mir etwas nicht gelingt, wenn das 3. Saftglas umgeschubst wird… es gibt eiinige Situationen und es gibt eiinige diese Tage. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das Fluchen schlau macht. Ha! Deshalb bin ich so… verflucht schlau? Mir ist es auf jeden Fall lieber ein kindgerechtes ‚Mist! Dreckskackmist!“ herauszuschnoddern als den Frust aufzustauen oder irgendwie anderweitig rauszulassen. Außerdem ist es authentisch. Bums.

6. Barfuß laufen ist doch gesund – auch draußen!
Wenn man auch nur den kleinsten Ausflug mit 2 Kleinkindern macht, muss man ja immer das ganze Gerödel mitnehmen. Gehe ich also vor die Wohnungstüre, mit 2 Trinkflaschen, 2 Sonnenhütchen, ach ja, schnell noch die Sonnencremereisetube geschnappt; Mist, die Ersatzwindel für den Muck vergessen… Also wenn man das alles zusammengeklaubt hat, dann noch die Sandalen für die Kinder in die linke Hand… die Hand ist voll, aber der Ringfinger rechts hat noch Kapazitäten… klappt. „Raus ihr; alle beide! Vor die Tür und Sandalen anziehen!“ Dann: Stehe ich selber meistens ohne Schuhe vor der Tür. Ich vergesse einfach meine eigenen Schuhe! Also wieder rein. Oh, da fällt mir ein, wir brauchen ja noch neue Feuchttücher… und die Tupperdose mit den geschnibbelten Äpfeln liegt noch in der Küche…. Hab ich. „Kinder! Geht bitte mit den Schuhen wieder raus!!!“ Alle wieder draußen, wumms, Wohnungstür zu. Der Wohnungsschlüssel hängt noch am Brett. IN der Wohnung. Leider keine Seltenheit. Dafür habe ich jetzt meine Schuhe an und auch die Knabbereulen dabei; verhungern werden wir draußen also nicht.

7. Eins, zwei, drei…
oder mehr Schüppchen, Förmchen und Zeugs haben wir. Nur NIE in DER Karre oder in DEM Fahrradkörbchen, mit dem wir gerade an einem dieser tausend Spielplätze hocken!

8. Eine meiner absoluten Macken:
Ich kann es nicht ausstehen, wenn es zuhause unter meinen Füßen knirscht. Zumindest nicht, wenn ich ins Bett gehe. Der Marsch vom Sofa zum Bad zum Bett sollte nach Möglichkeit knirschfrei verlaufen. Ohne Sand im Haus. Schwierig, weil die Eingänge vorne und hinten recht sandig sind. Hm. Um also Knirschfreiheit zu gewährleisten fege ich. Manchmal bis zu 5 Mal am Tag. Nach jeder Mahlzeit muss der Schauplatz sowieso gefegt werden, sonst tritt sich hier Reis gepaart mit Joghurt-Knüddelchen und Knetstückchen fest. Ich fege also, obwohl es Sisyphusarbeit ist. Trotzdem. Knirschen geht nicht. Das ist aber nicht zu verwechseln mit Sterilheit – hier ist nichts steril oder über-sauber. Überall anders ist es mir auch recht, egal, ok wenn der Boden nicht sandfrei ist. Nur hier… Sand… nope.

9. Die nächste liebenswerte Obermacke: Süchtig nach…
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es handelt sich um eine sporadische, sehr ausgeprägte Essens-Vorliebe meinerseits! Das habe ich seit der ersten Schwangerschaft. Da waren es Erdbeerjoghurt (?!? Iiih!) und Eiskonfekt; die 10 kleinen Dingerchen im Karton, die man früher im Kino nach der Werbung kaufen konnte. Nach der Geburt des Schätzleins kamen Thunfischcreme aus der Tube (würrrg…) und weihnachtliche Printen mit Haselnusstückchen. Nach Muckens Geburt habe ich hunderte von den Lakritz -Bärchenköpfchen verschlungen, die zum Glück mit Bienenwachs und nicht mit Gelatine hergestellt werden. Jetzt sind es schon seit 3 Monaten diese kleinen, quadratischen Puffreiswaffeln in Schokolade umhüllt (ihr kennt sie alle!). Ich liiiiebe diese Pufferchen und muss zwanghaft allabendlich eine halbe Packung davon essen. Ich beäuge auch immer den Vorrat; falls der zu klein geworden ist, muss am gleichen Tag noch eingekauft werden, sonst drehe ich abends durch. Und das war noch nicht alles: Die Pufferchen müssen auch noch die geeignete Verzehrtemperatur haben. Die erreicht man im Kühlschrank. Ich lagere sie also packungsweise im Kühlschrank und nehme immer nur 2-3 Wäffelchen heraus, die werden sonst ja warm und schmilzen. Das bedeutet, dass ich jeden Abend ungefähr 10 Mal zum Kühlschrank laufe um Nachschub zu holen. Im Abstand von ca. 3-5 Minuten. Herr Lampenhügel ist davon mehr als genervt. Die Phase dauert auch sicher schon 3 Monate lang… Der letzte Nerv-Faktor dabei ist, dass ich ihm damit auch noch die Ohren vollkaue – ich darf mich also nicht neben ihn auf die Couch setzen, weil es in meinem Mund knarzt und kracht und er davon schrottgenervt ist. Tut mir leid, Herr Lampenhügel! img_5059Aber wie wir ja alle wissen: Das ist nur eine Phase und die geht vorbei!

(Nachtrag: Inzwischen ist es nicht mehr der Kühlschrank, sondern die Tiefkühltruhe, in der die Pufferlein auf mich warten müssen. Wenn sie nicht eiskalt sind, esse ich sie nicht. Jetzt reicht’s aber auch langsam!)

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