Das nächste Mal verkneife ich mir so einen Kommentar von wegen ‚Das fing jahr gut an!‘, oder besser beiße ich mir auf die Zunge, bevor ich so etwas sage. Oder noch anschaulicher: Ich ramme mir eine 45 Jahre alte Melodica in den Mund, sodass dabei ein Plastikteilchen vom Mundstück absplittert, das ab sofort zwischen meinen oberen Schneidezähnen im Zahnfleisch steckt. Als krönende Garantie für die Notaufnahme reiße ich mir dabei auch noch den Mundwinkel auf. Schlapp-labber. Das blutet wieder wie blöd und muss natürlich genäht werden.
…So geschehen heute Abend bei….wer weiß es…? Na klar, bei unserem Kamikaze-Joe, dem Muck! Das Schätzlein war gerade mein Reiter und ich ihr Tiger und der Muck kam düdelnd mit der Melodica dazu. Das Ganze dauerte ca. 15 Sekunden, ich ahnte Böses, bat das Schätzlein daher zum Abstieg und drehte kurz den Kopf zu ihr um. Diesen Moment des toten Winkels nutzte das melodische Bürschlein und taperte hinter uns. Schon war es zu spät. Zu spät zum Aufpassen, zu spät, damit ihm nichts passiert. Er hat das Drama einfach gebucht. Das Schätzlein stieg von mir ab, gruschtelte sich so von mir hinunter und erwischte dabei den Muck – oder erst die Melodica? Zumindest strauchelten alle 3, das Schätzlein, der Muck und die Melodica, und das Malheur war groß. Wieder Blut überall, wieder der Muck.

Diese Mal hatten wir aber Glück im Unglück – Herr Lampenhügel war gerade schon nach Hause gekommen und so blieb mir ein weiteres Käfer-Szenario erspart. Weiterlesen…


Guten Abend und ein wunderbares Jahr 2017!
Ein sinnvoller Vorsatz: Kleinere Ziele setzen; die erreicht man schneller! …erreicht man überhaupt. Und Schreiben, was für mich tun. Sonst alles so weitermachen. Naja, fast. Noch die Kinder früher ins Bett bringen, aber das war’s dann; genug der schönen Vorsätze.

Die letzten Wochen waren weiter von Krankheit durchzogen. Ich musste sogar ein Konzertbesuch mit meiner Freundin absagen, weil ich doch nur vor Bauchschmerzen gekrümmt und eingelullt in den Geruch von innerer Verwesung auf der Toilette verbracht hätte. Reimt sich sogar. Jetzt ist aber 2017. Alles neu! Also… flott losgetippt…

Was wir gemacht haben
Kurz nach Weihnachten kam der Silvesterabend wie jedes Jahr so überraschend schnell näher! Herr Lampenhügel und ich hatten uns im Vorfeld Gedanken gemacht und waren uns fast einig darüber, besagten Abend, an den man komischerweise so viele Erwartungen hängt, dieses Jahr mit unseren Durchfallpopos auf dem heimischen Sofa zu verleben. Alleine. Wir waren uns fast einig. Herr Lampenhügel hätte gerne Besuch gehabt oder wäre selber Besuch gewesen, aber ich verbrachte schon den Tag zuvor so viel Zeit auf dem Örtchen, dass mir so unglaublich nach gar nichts war. Außerdem wollte ich schon immer mal einen wirklich ruhigen Abend erleben; wenigstens am Jahresende, ha!

Der Silvestertag 
Die Kinder waren sehr zufrieden gestern, sie haben beim vormittäglichen Einkaufen eine Wurst verdrückt, dann wurde zu Hause gespielt, geschlafen und mit Mama gesungen und ausgelassen immer wieder zu der neuen Lieblings-CD getanzt. Also die Muckligen tanzten heute, die Frau Lampenhügel saß ermattet auf dem Sofa daneben und klatschte Beifall. Nachmittags raffte ich mich zu einem kleinen Fahrradausflug auf und schon war es 18 Uhr und duunkel. (Gott, bin ich froh, wenn diese ewige Dunkelheit wieder erleuchtet!) Herr Lampenhügel hatte ein paar wenige Kinderfeurwerks – wie heißen die? Vulkane, Fontänen, Feenzauber und Knallteufelchen besorgt, die er nun für uns auf der Terrasse zum Besten geben wollte. Wir anderen drei Lampenhügels saßen auf dem Sofa und verfolgten sein emsiges Tun. Ein Knallchen vom Bienchen auf dem Boden… und schwupps, saß das Schätzlein auf meinem Schoß; schlang die Arme um mich und bibberte. Weiterlesen…


Ich halte gar keine langen Reden:
Wir haben gelacht, wir haben einige Dinge auf die Beine gestellt; an die 1.000 Bilder mit Wasserfarbe gemalt, 30 Pizzen selbst gebacken, unzählige Knetmonster geformt, an der Wohnung gebastelt, viel, viel, viiiiiel Rasen gemäht, im Garten geplantscht und geschaukelt, wir haben tolle Grillabende gehabt, unsere lieben Freunde und Familie gesehen, wir haben ein paar ganz tolle, neue Freunde getroffen, ein Auto gekauft und eins verkauft, wir haben gekuschelt und gelernt – alle – …, zugehört und getröstet und noch vieles mehr.

Wir haben aber auch – und das vor allem in den letzten zusammenhängenden 7 Wochen (!) ständig Fieber gemessen, Honig gegen Halsschmerzen gelöffelt, durch die Betten gekotzt, die Nächte wegen Husten durchwacht, die hustenfreien Nächte – meist gegen 5h – mit einem singenden Sohn verlebt, eher irgendwie überlebt (unvergessen sein schmetterndes: „Oh Baaannebaaaan!“ (- übersetzt: Oh Tannenbaum). Unser Auto ging kaputt, nein, es war bloß die Batterie, dann ging doch noch was richtig blödes am Auto kaputt, usw. Es war ein durchwachsenes Jahr.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema, das ich nur in Versform ertrage:

Heute Morgen, war ich erwacht,
und habe so bei mir gedacht
am Finger, da fehlt ein Ring
(und mich sogleich beruhigt) aach, kein ungewöhnlich Ding!
Im Badregal weit oben, da liegt er immer über Nacht
und das ganz unbewacht!
Jedoch:
Das Schätzlein gestern umhersprang
mit allerlei unerlaubtem Kram
der Hocker war ihr Komplize und stolz sie hatte
meinen Lidschatten, Kajal und Puder, das matte…

Da wurde mir klar mit einem Schreck:
Mein Ehering ist weg!

Jep. Auf meine Fragen, wo denn der Ring jetzt sei, oder, ob sie ihn bitte für mich wiederfinden könne, da antwortet das Schätzlein mal „Oh, Hmamma(!) der is in der Badewanne da reingeplumpst“, oder „Is hab den in den Gaaten gelegt!“ oder auch „Nee! Is hab den aus den Fluugzeug desmissen!“. Ach so. Wo schauer ich am besten zuerst nach???

Aber dann sagte sie mir zuletzt: „Hmamaa, mooorgen! Mooorgen finde is einen Erwachsenen, der den Ring wiederbringt.“

Das sind ja zumindest gute Aussichten. Na dann komm‘ mal vorbei, Du 2017!

PS: Auch, wenn ich erstmal unberingt in Dich hereinspaziere…
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Da bin ich wieder! Nach einer ca. 4-wöchigen Pingpong-Krankheits-Familienepoche flogen wir letzte Woche in unseren nachgeholten Sommerurlaub! Auch unter kanarischen Palmenwedeln, bei angenehmen 25 Grad und dem berühmten lauen Lüftchen blieben Erkenntnisse über das Sein, das Zusammensein in verschiedensten Konstellationen und auch Erkenntnisse über das mit sich Alleinsein nicht aus!

Wer meinen vorletzten Artikel Einmal-Virulaken gelesen hat, der weiß, dass das der Beginn unserer Krankheitsperiode war und dass wir uns viele Dinge noch einmal durch den Kopf gehen ließen. Nach dem Brrrrr…echdurchfall war immer mindestens einer von uns Vieren krank; das hatten wir in dem Ausmaß noch nicht erlebt. Erst suchte beide Kinder ein grippaler Infekt heim, danach ereilte das Schätzlein eine Bindehautentzündung im linkem Auge, dann im rechten Auge, der Muck hustete unentwegt weiter… Wir waren urlaubsreif! Nach jeder überstandenen Erkrankung hatten wir uns immer gut zugeredet: Na, was wir jetzt schon durch haben, das haben wir durch und bekommen es nicht mehr im Urlaub. Ha! Pustekuchen!

Der lange ersehnte Urlaub war so nah; wir mussten nur noch die Koffer ins Auto hieven und zum Flughafen fahren. Just da klagte das eben erst genesene Schätzlein über… Ohrenschmerzen! …WTF! Es gibt ja beim Fliegen nichts schlimmeres als Ohrenschmerzen zu haben! Mann! Was tun? Wir konnten nicht mehr zum Arzt gehen, wir mussten losfahren. Auf der Fahrt zum Flughafen lenkten wir Abbi so gut es ging ab; sie wimmerte und wir waren ziemlich unglücklich darüber, dass sie voraussichtlich Schmerzen haben würde, die wir ihr nicht sofort nehmen konnten. Bevor wir unser Gepäck aufgaben, gruschtelten wir hastig unsere Koffer durch und fanden Nasentropfen und dieses Fiebersaft-Schmerzmittel. Beides verabreichten wir ihr als Erstversorgung; vielleicht hatten wir Glück und es war ‚bloß‘ der dicke Schnupfen, der ihr schmerzendes Ohr verstopfte! Weiterlesen…

Es fällt mir gar nicht leicht, diese Dinge über mich aufzuschreiben. Ich beweihräuchere mich ungerne selbst und bin mehr mit Selbstreflektion denn mit Lob beschäftigt. Einfacher wäre es für mich gewesen, Dinge zu benennen, die nicht so gut laufen; da würden mir spontan einige einfallen. Aber was ist schon einfach?

Jil vonherzenundbunt hat die schönpositive Blogparade „5 Dinge, die ich als Mutter gut mache“ ins Leben gerufen und da wollte ich unbedingt mitmachen, weil wir Mütter doch alle versuchen, unseren Kinder die beste Mutter zu sein und das kann ruhig auch mal gesagt werden! Einige Frauen und ein Mann (!) haben schon dazu geschrieben und es ist interessant und toll ihre Beiträge zu lesen!

Ich habe also einige Tage darauf herumgekaut und… ja! Es gibt sie – Dinge, die ich an mir als Mutter gut finde! Dieser Brocken ist dabei herausgekommen:

1) Kinderlein Ringelreihen
Eigentlich Herr Lampenhügel und ich (!), wir haben unsere beiden Kleinkinder gut zusammengeführt. Die Muckligen sind knapp 1,5 Jahre auseinander und jetzt 3.5 und fast 2 Jahre alt. Sie lieben sich und natürlich streiten sie sich – klar. Aber wenn es darauf ankommt, bilden sie eine Einheit und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Sie sorgen sich umeinander, sie versorgen sich gegenseitig, sie trösten und helfen sich. Sie sind empathisch! Manchmal schlafen sie sogar Hand in Hand ein! (Manchmal.) Weiterlesen…