Archive für 30. November 1999


Guten Abend und ein wunderbares Jahr 2017!
Ein sinnvoller Vorsatz: Kleinere Ziele setzen; die erreicht man schneller! …erreicht man überhaupt. Und Schreiben, was für mich tun. Sonst alles so weitermachen. Naja, fast. Noch die Kinder früher ins Bett bringen, aber das war’s dann; genug der schönen Vorsätze.

Die letzten Wochen waren weiter von Krankheit durchzogen. Ich musste sogar ein Konzertbesuch mit meiner Freundin absagen, weil ich doch nur vor Bauchschmerzen gekrümmt und eingelullt in den Geruch von innerer Verwesung auf der Toilette verbracht hätte. Reimt sich sogar. Jetzt ist aber 2017. Alles neu! Also… flott losgetippt…

Was wir gemacht haben
Kurz nach Weihnachten kam der Silvesterabend wie jedes Jahr so überraschend schnell näher! Herr Lampenhügel und ich hatten uns im Vorfeld Gedanken gemacht und waren uns fast einig darüber, besagten Abend, an den man komischerweise so viele Erwartungen hängt, dieses Jahr mit unseren Durchfallpopos auf dem heimischen Sofa zu verleben. Alleine. Wir waren uns fast einig. Herr Lampenhügel hätte gerne Besuch gehabt oder wäre selber Besuch gewesen, aber ich verbrachte schon den Tag zuvor so viel Zeit auf dem Örtchen, dass mir so unglaublich nach gar nichts war. Außerdem wollte ich schon immer mal einen wirklich ruhigen Abend erleben; wenigstens am Jahresende, ha!

Der Silvestertag 
Die Kinder waren sehr zufrieden gestern, sie haben beim vormittäglichen Einkaufen eine Wurst verdrückt, dann wurde zu Hause gespielt, geschlafen und mit Mama gesungen und ausgelassen immer wieder zu der neuen Lieblings-CD getanzt. Also die Muckligen tanzten heute, die Frau Lampenhügel saß ermattet auf dem Sofa daneben und klatschte Beifall. Nachmittags raffte ich mich zu einem kleinen Fahrradausflug auf und schon war es 18 Uhr und duunkel. (Gott, bin ich froh, wenn diese ewige Dunkelheit wieder erleuchtet!) Herr Lampenhügel hatte ein paar wenige Kinderfeurwerks – wie heißen die? Vulkane, Fontänen, Feenzauber und Knallteufelchen besorgt, die er nun für uns auf der Terrasse zum Besten geben wollte. Wir anderen drei Lampenhügels saßen auf dem Sofa und verfolgten sein emsiges Tun. Ein Knallchen vom Bienchen auf dem Boden… und schwupps, saß das Schätzlein auf meinem Schoß; schlang die Arme um mich und bibberte. Weiterlesen…


Ich halte gar keine langen Reden:
Wir haben gelacht, wir haben einige Dinge auf die Beine gestellt; an die 1.000 Bilder mit Wasserfarbe gemalt, 30 Pizzen selbst gebacken, unzählige Knetmonster geformt, an der Wohnung gebastelt, viel, viel, viiiiiel Rasen gemäht, im Garten geplantscht und geschaukelt, wir haben tolle Grillabende gehabt, unsere lieben Freunde und Familie gesehen, wir haben ein paar ganz tolle, neue Freunde getroffen, ein Auto gekauft und eins verkauft, wir haben gekuschelt und gelernt – alle – …, zugehört und getröstet und noch vieles mehr.

Wir haben aber auch – und das vor allem in den letzten zusammenhängenden 7 Wochen (!) ständig Fieber gemessen, Honig gegen Halsschmerzen gelöffelt, durch die Betten gekotzt, die Nächte wegen Husten durchwacht, die hustenfreien Nächte – meist gegen 5h – mit einem singenden Sohn verlebt, eher irgendwie überlebt (unvergessen sein schmetterndes: „Oh Baaannebaaaan!“ (- übersetzt: Oh Tannenbaum). Unser Auto ging kaputt, nein, es war bloß die Batterie, dann ging doch noch was richtig blödes am Auto kaputt, usw. Es war ein durchwachsenes Jahr.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema, das ich nur in Versform ertrage:

Heute Morgen, war ich erwacht,
und habe so bei mir gedacht
am Finger, da fehlt ein Ring
(und mich sogleich beruhigt) aach, kein ungewöhnlich Ding!
Im Badregal weit oben, da liegt er immer über Nacht
und das ganz unbewacht!
Jedoch:
Das Schätzlein gestern umhersprang
mit allerlei unerlaubtem Kram
der Hocker war ihr Komplize und stolz sie hatte
meinen Lidschatten, Kajal und Puder, das matte…

Da wurde mir klar mit einem Schreck:
Mein Ehering ist weg!

Jep. Auf meine Fragen, wo denn der Ring jetzt sei, oder, ob sie ihn bitte für mich wiederfinden könne, da antwortet das Schätzlein mal „Oh, Hmamma(!) der is in der Badewanne da reingeplumpst“, oder „Is hab den in den Gaaten gelegt!“ oder auch „Nee! Is hab den aus den Fluugzeug desmissen!“. Ach so. Wo schauer ich am besten zuerst nach???

Aber dann sagte sie mir zuletzt: „Hmamaa, mooorgen! Mooorgen finde is einen Erwachsenen, der den Ring wiederbringt.“

Das sind ja zumindest gute Aussichten. Na dann komm‘ mal vorbei, Du 2017!

PS: Auch, wenn ich erstmal unberingt in Dich hereinspaziere…
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Da bin ich wieder! Nach einer ca. 4-wöchigen Pingpong-Krankheits-Familienepoche flogen wir letzte Woche in unseren nachgeholten Sommerurlaub! Auch unter kanarischen Palmenwedeln, bei angenehmen 25 Grad und dem berühmten lauen Lüftchen blieben Erkenntnisse über das Sein, das Zusammensein in verschiedensten Konstellationen und auch Erkenntnisse über das mit sich Alleinsein nicht aus!

Wer meinen vorletzten Artikel Einmal-Virulaken gelesen hat, der weiß, dass das der Beginn unserer Krankheitsperiode war und dass wir uns viele Dinge noch einmal durch den Kopf gehen ließen. Nach dem Brrrrr…echdurchfall war immer mindestens einer von uns Vieren krank; das hatten wir in dem Ausmaß noch nicht erlebt. Erst suchte beide Kinder ein grippaler Infekt heim, danach ereilte das Schätzlein eine Bindehautentzündung im linkem Auge, dann im rechten Auge, der Muck hustete unentwegt weiter… Wir waren urlaubsreif! Nach jeder überstandenen Erkrankung hatten wir uns immer gut zugeredet: Na, was wir jetzt schon durch haben, das haben wir durch und bekommen es nicht mehr im Urlaub. Ha! Pustekuchen!

Der lange ersehnte Urlaub war so nah; wir mussten nur noch die Koffer ins Auto hieven und zum Flughafen fahren. Just da klagte das eben erst genesene Schätzlein über… Ohrenschmerzen! …WTF! Es gibt ja beim Fliegen nichts schlimmeres als Ohrenschmerzen zu haben! Mann! Was tun? Wir konnten nicht mehr zum Arzt gehen, wir mussten losfahren. Auf der Fahrt zum Flughafen lenkten wir Abbi so gut es ging ab; sie wimmerte und wir waren ziemlich unglücklich darüber, dass sie voraussichtlich Schmerzen haben würde, die wir ihr nicht sofort nehmen konnten. Bevor wir unser Gepäck aufgaben, gruschtelten wir hastig unsere Koffer durch und fanden Nasentropfen und dieses Fiebersaft-Schmerzmittel. Beides verabreichten wir ihr als Erstversorgung; vielleicht hatten wir Glück und es war ‚bloß‘ der dicke Schnupfen, der ihr schmerzendes Ohr verstopfte! Weiterlesen…


Auf der Seite zwetschgenmann.de läuft die Blogparade „Als ich 10 war„. Erst dachte ich, jooa. Dann fielen mir immer mehr Dinge ein, die bei mir los waren, als ich 10 war… ein super ThemaBlogparade Als ich zehn war! Man kann gar nicht anders, als persönlich werden… mit diesem Artikel könnt Ihr mich also ein gutes Stück besser kennen lernen. (Ob das von Vorteil ist?!)

Wir schreiben das Jahr 1987; da wurde ich 10 Jahre alt.

Ich wollte ein Junge sein
In meiner Kindheit habe ich mir recht lange gewünscht ein Junge zu sein. Mit meinen ratzeputze kurzen Haaren sah ich so aus wie einer und man hielt mich auch für einen. Nix vorpubertäres Mädchengehabe, keine Brust, kein Po – ich war spindeldürr. Auch img_5316Klamotten spielten bei mir noch gar keine Rolle – meistens trug ich die gebrauchten Sachen meiner großen Cousinen auf; das waren bedruckte Sweatshirts und 0815 Jeans oder Jogginganzüge! Mein Schuhwerk waren ausschließlich Turnschuhe oder sportliche Lederstiefel; mit Schuhen war ich schon immer eigen. Auf einem Straßenfest bin ich sogar mal von einem Trainer angesprochen worden, ob ich Lust hätte, bei denen im Fußballverein mitzuspielen. Klar hatte ich Lust; hab ich auch gemacht. So lange, bis klar war, dass ich ein Mädchen war. Da war’s mit dem Fußballspielen schon wieder vorbei. Adieu Profikarriere, Du warst mir vergönnt. Weiterlesen…


Vor ein paar Tagen habe ich auf Lisas schönem Blog geborgenundgeliebt.de den Gastbeitrag von Fledermama übers Langzeitstillen gelesen. Fledermama wohnt zurzeit in Shanghai und stillt ihren Sohn noch, der 1.3 Jahre alt ist. Sie hat bisher gute Erfahrungen gemacht, obwohl sie das in Asien gar nicht so erwartet hatte! Beim Lesen ihres Beitrags ist mir das Lichtlein aufgegangen, dass das Stillen ein Thema ist, das mich aktuell (also seit 3,5 Jahren) auch beschäftigt! Das hier ist aus meinen Überlegungen geworden:

Ich schätze mich glücklich, dass das Stillen bei meinen beiden Kindern völlig problemlos geklappt hat; das hatte ich mir immer gewünscht. Meine Gesundheit und die gesamte Situation hier haben es zugelassen, dass ich den Muck, heute fast 2 Jahre alt, bis heute stillen kann.

Ich hatte nie vor, meine beiden Kinder so und so lange zu stillen oder dann und dann abzustillen. Es ist alles von alleine so gekommen, wie es gekommen ist. Weiterlesen…